Erst vor wenigen Wochen kehrte Clive Davis nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause zurück, nun steht die Musikwelt vor den Trümmern eines schmerzhaften Verlusts: Der Plattenboss ist verstorben.
Ein schmerzhafter Schatten legt sich über die Musikwelt: Clive Davis ist tot. Wie die «New York Times» am Montag, 22. Juni 2026, mitteilt, ist der Entdecker von zahlreichen Musiker:innen am Montag in seinem geliebten Zuhause in New York City im Alter von 94 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die Welt nicht nur einen Plattenboss, sondern die Seele der modernen Popmusik.
Clive Davis ist nach «altersbedingter Erkrankung» verstorben
Davis’ Tod wurde von seiner langjährigen Pressesprecherin Aliza Rabinoff gegenüber dem «Rolling Stone»-Magazin bestätigt, die in einer Erklärung hinzufügt, dass er «friedlich an den Folgen einer altersbedingten Erkrankung verstorben ist … umgeben von seiner Familie und seinen Angehörigen».
Erst im vergangenen Monat war Clive Davis wegen einer Infektion der oberen Atemwege in ein New Yorker Krankenhaus eingeliefert worden. Die Sorge war groß, doch sein Team beruhigte damals noch mit den Worten, er sei lediglich «aus Vorsicht stationär aufgenommen worden» und man gehe fest «von einer schnellen Genesung aus». Als er dann am 4. Juni sichtlich geschwächt aus der Klinik entlassen wurde, schöpfte die Branche Hoffnung.
Von Whitney Houston bis Pink: Das Erbe eines einflussreichen Musikmoguls
Clive Davis war weit mehr als der ranghöchste Manager in der Kreativabteilung des Musiklabels «Sony Music Entertainment»; sein fast magisches Gespür für rohes Talent veränderte das Schicksal zahlloser Künstler:innen und prägte den Sound der Popmusik über Jahrzehnte hinweg. Wenn Clive an jemanden glaubte, dann tat er das mit einer Intensität, die Berge versetzen konnte. Er sah das gewisse Etwas in Stimmen, die andere vielleicht überhört hätten, und formte daraus Legenden, die für die Ewigkeit bestimmt waren.

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Er war es, der die unvergleichliche Whitney Houston, †48, entdeckte und ihr den Weg zu den Sternen ebnete. Er begleitete die unvergessene Aretha Franklin, †76, auf ihren Thron als «Queen of Soul» und verhalf modernen Ikonen wie Kelly Clarkson, 44, Alicia Keys, 45, und Pink, 46, zu ihrem weltweiten Durchbruch. Er erwarb sich völlig zu Recht den Ruf als einer der einflussreichsten Plattenbosse der Geschichte.
Verwendete Quellen: nytimes.com, rollingstone.com
